Von der Vision zur prämierten Neuheit

Die Anfänge

Wie alles begann

An einem warmen Sommertag löschte ein Saphir-Ingenieur seine Zigarette mit einer kreisenden Bewegung der Schuhsohle auf einem abgeernteten Stoppelacker. Dabei fiel ihm auf, wie die Stoppeln durch die Reibung zerdrückt und zerfasert wurden – eine alltägliche Geste, die zur zündenden Idee wurde.

Aus dieser Beobachtung entstand das Konzept eines schleifenden Arbeitsprinzips für die Bodenbearbeitung. Nach intensiven Entwicklungsphasen entschied man sich schließlich für das bis heute bewährte Wirkprinzip: An Parallelogrammen aufgehängte Rotoren, die sich allein durch die Vorwärtsbewegung drehen. Die Werkzeuge folgen dabei präzise der Bodenkontur und bearbeiten die Oberfläche gleichmäßig und flächendeckend.

 

Von der Idee zum Versuchsmuster

Die Idee war geboren – nun galt es, sie in die Praxis zu überführen. Erste Tests fanden noch mit dem Rahmen eines ausrangierten Grubbers statt. Aber bereits 2016 wurde ein erstes Versuchsmuster mit 6 m Arbeitsbreite aufgebaut und unter verschiedenen Bedingungen getestet.

Der Weg zum Rotationsschleifer

Wissenschaft, Landtechnik und Praxis

2020 fiel dann der Startschuss für das gemeinsame, von der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderte Forschungsprojekt Entwicklung eines innovativen Bodenbearbeitungs-Gerätesystems zur energiesparenden Strohkonditionierung und ultraflachen Bodenbearbeitung. Zusammen mit der Seed2Soil GmbH und Co. KG und dem Institut für Bau- und Landmaschinentechnik Köln an der Technischen Hochschule Köln wurde der Rotationsschleifer kontinuierlich weiterentwickelt und in umfangreichen wissenschaftlichen Feldversuchen getestet.

In den wissenschaftlichen Feldversuchen wurde untersucht, wie sich ultraflache Bodenbearbeitung im Nacherntemanagement nach Winterraps, Winterweizen und Wintergerste auf die Bodenbedeckung mit Ernte- und Pflanzenrückständen sowie auf den Auflauf und die Bekämpfung von Ausfallsamen und -pflanzen auswirkt. Dabei wurde der Rotationsschleifer mit bisheriger Technik verglichen und musste sich in verschiedenen Verfahrensketten dem Vergleich mit einer Kurzscheibenegge, einer Großfederzinkenegge und einem Strohstriegel stellen.

Neben den wissenschaftlichen Versuchen fanden weitere Tests statt, in denen der Rotationsschleifer sich beweisen musste. Neben dem Umbruch abfrierender Zwischenfrüchte zeigte sich großes Potential in der Stoppelbearbeitung nach Silomais und Körnerleguminosen sowie in der Bekämpfung von Ungräsern durch die Anlage und den Umbruch eines falschen Saatbetts.

Es geht los!

Agritechnica 2023 – Der Startschuss für den GrindStar®


Die positiven Erfahrungen und die vielversprechenden wissenschaftlichen Versuchsergebnisse mündeten 2023 in der Geburt des GrindStar®. Mit einem Namen versehen wurde der GrindStar® auf der Agritechnica 2023 erstmals einem breiten Fachpublikum vorgestellt. Für das innovative Konzept erhielt der GrindStar® zudem den Innovation Award in Silber!

Weiterentwicklung und Serienstart


Für den Start der Vorserie 2024 wurde der GrindStar® nochmals überarbeitet. Nachdem das gemeinsame Forschungsprojekt 2024 abgeschlossen wurde, ging es für ein erstes Serienmodell auf die Reise zum Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Dort wurde der GrindStar® einem weiteren Vergleichstest unterzogen und durfte im Nacherntemanagement nach Winterraps sein Können unter Beweis stellen. Im Vergleich zur Testgruppe konnte der GrindStar® nicht nur deutlich mehr Ausfallraps zur Keimung anregen, sondern diesen auch effektiv und effizient in einem zweiten Arbeitsgang bekämpfen.

All diese Erfahrungen aus einem über 10-jährigen Entwicklungsprozess mündeten schlussendlich in den Rotationsschleifer GrindStar®. Welche Vorteile ultraflache Bodenbearbeitung bietet und wo der GrindStar® eingesetzt werden kann, zeigen wir Ihnen auf dieser Homepage und gerne auch auf Ihrem Betrieb im praktischen Einsatz.

Saphir Maschinenbau GmbH

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